Auf musikalischer Weltreise mit dem Chor 82…

Auf musikalischer Weltreise mit dem Chor 82…

Foto: Uwe Dörger

… begaben sich die Zuhörer der gut besuchten Michaeliskirche in Kaltenkirchen am 4. Adventssonntag 2019 unter der musikalischen Leitung des neuen Chorleiters Michel Preiß. Das Motto lautete „Weihnachten zuhause und in aller Welt“, das der chor’82 mit leidenschaftlicher Hingabe in der jeweiligen Sprache des internationalen Repertoires verfolgte. Für einen schwungvollen Start sorgte das „Gaudete“ aus dem Spanien des 16. Jahrhunderts. Darauf schlossen sich Bachs Weihnachtschoräle „Wie soll ich dich empfangen“ und „Lobt Gott ihr Christen allzugleich“ an. Nach Stücken der beiden deutschen Komponisten J. Eccard und M. Praetorius ging die Reise weiter nach Frankreich mit dem besinnlich ruhigen „Notre Père“, dem „Vater Unser“ von M. Duruflé. Auf das frohlockende, englische und bekannte „Ding dong, merrily on high“ durfte sich das Publikum im Anschluss freuen. Nach einem Ausflug nach Skandinavien folgte das weniger bekannte russische „Cheruvimskaja pesn` No.1“ von P. I. Tschaikowsky, das die gesamte Kirche mit winterlichen Klängen ausfüllte.

Für ein kammermusikalisches Intermezzo sorgten die Chormitglieder Karin Moeckelmann, Christiane Jagla, und Harald Steinmann, die gemeinsam in ihrer Freizeit u.a. Stücke von H. Purcell und G.F. Händel einstudierten. Nun durfte das Publikum aktiv werden und den Chor mit der Grundstimme des amerikanischen Kanons „Ding Dong Bells“ unterstützen. Mit beidseitiger Begeisterung entstand ein wunderschönes und einträchtiges Zusammenspiel. Als besondere Highlights sind die beiden rhythmisch schwungvollen Weihnachtslieder „The Lord’s prayer“ und „Siyahamba“, beide aus Afrika, zu erwähnen, an die sich zwei klassische, plattdeutsche Stücke anschlossen. Hervorzuheben ist das 8-stimmige „In Dulci Jubilo von M. Praetorius, das für den Chor in der Probenarbeit eine Herausforderung darstellte, jedoch bravourös gemeistert wurde. Für ein besonderes Amüsement unter den Zuhörern sorgte das etwas andere, modernisierte „O du fröhliche“ nach einem Satz von M. Carbow. Mit harmonischer Unterstützung von Marianne Hering am Akkordeon, sangen Publikum und Chor gemeinsam das traditionelle und bekannte „Süßer die Glocken nie klingen“. Das darauffolgende „Stille Nacht“ beschloss einen gelungenen Abend und hinterließ alle Beteiligten in einer wohligen Vorweihnachtsstimmung.

Verfasst von: V. Schlieber

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